Photovoltaik Förderung

Das Wichtigste in Kürze:

  • Aktuelle Einspeisevergütung bei Anlagen bis 10 kWp: 6,63 Cent/kW (Stand: März 2022)

  • Durchschnittliche Stromkosten je Kilowattstunde bei Neuverträgen: 36,19 Cent (Stand: Januar 2022), wobei die Tendenz im März 2022 die Marke von 40,00 Cent voraussichtlich brechen wird

  • Je höher der Eigenverbrauchsanteil der eigenen Solaranlage, desto schneller rentieren sich die Investitionskosten. Ein Stromspeicher ist dafür empfehlenswert.

  • Es wird nicht den perfekten Zeitpunkt zur Entscheidung geben! Entscheiden Sie sich lieber auf Grundlage der Beantwortung der Frage: „Rentiert sich eine eigene Solaranlage schon heute?“.

  • Folgen Sie unseren Empfehlungen, um die besten zu Ihnen passenden Förderungen zu finden.

Welche Förderungen kann man aktuell nutzen?

Mit der Vielfalt an individuellen Gestaltungsmöglichkeiten eines jeden Vorhabens zur Installation einer eigenen Solaranlage, ist es unmöglich ein allgemeingültiges Vorgehen zu formulieren, um die bestmögliche Umsetzung zu pauschalisieren. Hier sind Sie persönlich in Ihrem Vorhaben gefordert, sich auf Ihre eigene Zielsetzung und Ihre individuellen Gegebenheiten hin zu informieren.

Wir möchten Ihnen aber ein Vorgehen zum bestmöglichen Finden und Nutzen von Förderungen empfehlen:

Förderungen auf Bundesebene:

Die staatliche deutsche Förderbank KfW vergibt primär alle Förderungen in Form von Zuschüssen oder Krediten auf Bundesebene: Hier die aktuellen Förderungen (Stand: März 2022):

Wohngebäude – Kredit (Kredit: 261,262)

Förderkredit ab 1,28% effektiver Jahreszins für Sanierung und Kauf

bis zu 150.000 Euro Kredit je Wohneinheit für ein Effizienzhaus

bis zu 60.000 Euro Kredit je Wohneinheit für Einzelmaßnahmen

weniger zurückzahlen: zwischen 15% und 50% Tilgungszuschuss

Zusätzliche Förderung möglich

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilie/F%C3%B6rderprodukte/Eneuerbare-Energien-Standard-(270)/]

Wohngebäude – Zuschuss (Zuschuss: 461)

Für Komplettsanierung und Kauf eines frisch sanierten Effizienzhauses

Sanierungszuschuss bis zu 75.000 Euro je Wohneinheit

Zusätzliche Förderung möglich

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/F%C3%B6rderprodukte/Bundesf%C3%B6rderung-f%C3%BCr-effiziente-Geb%C3%A4ude-Wohngeb%C3%A4ude-Zuschuss-(461)/]

 

Erneuerbare Energien – Standard (Kredit: 270)

Kredit ab 1,28% effektivem Jahreszins

Für Anlagen zur Erzeugung von Strom und Wärme, für Netze und Speicher

Für Photovoltaik, Wasser, Wind, Biogas und vieles mehr

Für Privatpersonen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilie/F%C3%B6rderprodukte/Eneuerbare-Energien-Standard-(270)/]

Förderungen auf Landesebene:

Sie können alternativ oder mitunter auch über Förderprogramme auf Bundesebene hinaus Förderungen auf Ebene des Bundeslandes beantragen, in welchem Sie eine Installation einer Solaranlage planen. Der beste Weg die passende Unterstützung zu finden wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz bereits angeboten:

https://www.foerderdatenbank.de/FDB/DE/Home/home.html

Über die Förderdatenbank können Sie beispielsweise „Solarenergie“, „Photovoltaik“ oder „Stromspeicher“ eingeben und können danach die Ergebnisse nach Ihrem Bundesland und weiteren Filtern eingrenzen, um die perfekte Lösung für Sie zu finden.

Förderungen auf Landesebene:

Die schnellste Lösung hier ist meist ein Anruf im Bürgerbüro Ihrer Stadt. Da die Webseiten keinen einheitlichen Aufbau und eine unterschiedliche Güte aufweisen, findet man auf manch kommunaler Webseite schnell, oft aber nur erschwert oder gar keine Informationen zu Förderungen im Bereich erneuerbarer Energien. Mit einem Anruf und manchmal etwas energischem Nachfragen, findet man hier schneller zu einer Aussage. Viele unserer Kunden wurden bereits überrascht, was hier zusätzlich noch möglich ist.

Politische Diskussion: Was ist der aktuelle Stand in der Bundesregierung und was für Aussichten gibt es?

Die Energiepreiskrise, die sich nicht nur im Bereich der Strompreise, sondern auch im Bereich der Benzin- und Dieselpreise beziehungsweise generell bei Erdöl- und Erdgaspreisen zeigt, zwingt die Politik förmlich dazu den Ausbau der Energieversorgung aus erneuerbaren Energien zu beschleunigen. Gerade vor dem Hintergrund des gesellschaftlich wachsenden Energiebedarfs.

Je nach Statistik und Prognose liegt Deutschland derzeit bei einem gut 40%igem Stromanteil aus erneuerbaren Energien. Gemäß der jüngsten Auflage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2021) wird als Ziel in §1 ein 65%iger Stromanteil aus erneuerbaren Energien für den 2030 aufkommenden Bruttostromverbrauch formuliert. Vor 2050 soll der gesamte (100%) Strombedarf aus regenerativen Energien gewonnen werden. Damit dieses ehrgeizige Ziel erreicht wird, will die Bundesregierung primär bürokratische Hürden abbauen und Verfahren vereinfachen. Dies ist auch aus unserer Sicht dringend notwendig. Selbst uns fällt es schwer alle Informationen so aufzuarbeiten, dass es einfach verständlich gehalten werden kann. Wie soll es dann erst unseren Kunden und Ihnen gehen?

Der Handlungsbedarf ist also groß und so sind zukünftige Förderungen wahrscheinlich. So wahrscheinlich weitere Fördermaßnahmen sind, so sehr fehlt eine konkrete Ausgestaltung und Umsetzung der noch jungen Ampelkoalition, die sich durch die geopolitischen Unruhen in der Ukraine darüber hinaus mit weitreichenderen Themen beschäftigen muss, als nur der Energiewende. Derzeit gibt es aber drei Entwicklungen, die vielversprechend sind (Stand: März 2022):

Einspeisevergütung und Wegfall der EEG-Umlage:
Bisweilen diente die sogenannten EEG-Umlage (simplifiziert dargestellt) der Finanzierung der Ziele aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Dies musste mit Einschränkungen auch durch jene gezahlt werden, die selbst eine Solaranlage betreiben. Die EEG-Umlage variiert jährlich. Für 2022 liegt sie bei 3,72 Cent je verbrauchter Kilowattstunde. Die Bundesregierung plant diese ab 2023 komplett aus der Strompreiszusammensetzung zu streichen und bei Bedarf staatlich zu finanzieren. Fakt ist: hier würde es zu direkten finanziellen Erleichterungen kommen – auch für Solaranlagenbetreiber.
Gleichzeitig bleibt die Einspeisevergütung in ihrer bisherigen Form bestehen. Zwar verläuft diese weiterhin degressiv und hat ein Niveau erreicht, bei welcher sich die ausschließliche Einspeisung ins öffentliche Netz meist erst für große Anlage ab einer Leistung von 100 kWp rentiert, aber da Privathaushalte Stand heute meist nicht 100% ihres aus Solarenergie eigens produzierten Stroms selbst verbrauchen können und weiterhin auf die Einspeisung in und das Beziehen aus dem Stromnetz angewiesen sind, wäre es falsch die gemäß EEG zugesicherte und zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme fortan geltende Vergütung (Stand März 2022: 6,63 Cent/kW bei Anlagengrößen bis 10 kWp) nicht zu nutzen. Es bleibt aber folgendes festzuhalten:

Durch den degressiven Verlauf der Einspeisevergütung und dem damit immer niedriger ausfallenden Vergütungssatz je Kilowattstunde gilt die Devise:
Je früher Sie sich für eine eigene Solaranlage entscheiden, diese installieren und in Betrieb nehmen, desto besser.

Da die Einspeisevergütung erheblich niedriger ausfällt, als die Kilowattstunde vom Stromversorger kostet, ist ein hoher Eigenverbrauchsanteil wichtig, um seine Kosten zu senken und so eine eigene Solaranlage schnellstmöglich zu rentieren. In dem Zusammenhang ist die Installation eines eigenen Stromspeichers empfehlenswert, um die überschüssige Energie aus der eigenen Solaranlage für den Verbrauch zu einem späteren Zeitpunkt zu speichern. Es gilt die Devise:
Je höher der Eigenverbrauchsanteil aus der Energiegewinnung der eigenen Solaranlage ausfällt, desto besser. Steigern Sie Ihren Eigenverbrauchsanteil durch den Einsatz eines Energiespeicher.

Die neue Bundesregierung arbeitet mit Hochdruck an Neuerungen zum weiteren Ausbau erneuerbarer Energien:

Die Ampelkoalition, bestehend aus SPD, Grüne und FDP, verspricht administrative Hemmnisse abzubauen, Netzanschlüsse und Zertifizierung zu beschleunigen, Vergütungssätze anzupassen und die Ausschreibungspflicht für große Dachanlagen und die Förderdeckel zu prüfen. Auch wir von photovoltaik-angebotscheck.de sehen diese Vorhaben als dringend notwendig an.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, unter der Leitung von Bundeswirtschaftsminister Habeck, befindet sich hierzu in der Planung für umfassende Maßnahmen, die im sogenannten „Osterpaket“ bis zu den Feiertagen beschlossen sein sollen, um das Tempo beim Ausbau der erneuerbaren Energien aus Sonne und Wind zu erhöhen.

Es bleibt spannend und wir werden Sie mit neuen Erkenntnissen hierüber informieren.

Umsatzsteuer könnte bei Solaranlage gesenkt werden oder sogar entfallen:
Der Europäische Rat hat sich im Dezember 2021 über eine Aktualisierung der Umsatzsteuer-Systemrichtlinie (2006/112/EG), welche ein weitgehend einheitliches Umsatzsteuersystem in der EU vorgibt, geeinigt. Wenn das europäische Parlament zustimmt, macht dies den Weg für Mitgliedsstaaten der EU frei, die Umsatzsteuer für eine begrenzte Liste von Waren und Dienstleistungen bis auf 0% abzusenken. Solarmodule (Solaranlagen) sollen hier mit gelistet werden. Das zu entscheidende Dokument legt fest, dass die Mehrwertsteuerbefreiung für die „Lieferung und Installation von Solarmodulen auf und neben Privatwohnungen, Wohngebäuden sowie öffentlichen und anderen Gebäuden, die für Tätigkeiten im öffentlichen Interesse genutzt werden“, gelten kann. Das würde im besten Fall bedeuten, dass man sich 19% der Installationskosten sparen könnte. Ob dies aber im Europäischen Parlament Zustimmung findet und ob es dann auf Bundesebene umgesetzt wird, bleibt offen.

Vorsicht vor einem Trugschluss: Warum Sie Ihre Entscheidung zur eigenen Solaranlage nicht aufschieben müssen.
Nun denken Sie vielleicht: „Warum soll ich mich jetzt entscheiden, wenn vielleicht zukünftig stärkere Förderungen rund um das Thema der Solarenergie und andere erneuerbare Energien folgen?“.
Wir versuchen Sie objektiv zu informieren und Ihnen zu helfen, sich in der Komplexität dieses Themas zurecht zu finden. Auf das Thema der Rentabilität haben viele Faktoren Einfluss. Auf die meisten davon haben Sie aber keinen Einfluss, wie beispielsweise politische Entscheidungen in der Zukunft. Wenn Sie immer auf eine noch bessere Möglichkeit warten sich zu entscheiden, entscheiden Sie sich vielleicht nie oder erst dann, wenn es zu spät ist. Sie werden den perfekten Zeitpunkt nie kennen. Während heute vielleicht Förderungen nicht mehr so hoch ausfallen wie früher oder wie eines fernen Tages in der Zukunft wieder, steigen vor dem Hintergrund der hohen Nachfrage und den generellen Inflationstendenzen die Preise, was eine eventuell zukünftig kommende Förderung im Vergleich zu heute monetär auffressen kann. Von der Verfügbarkeit und den wachsenden Energiepreisen, die Sie heute schon partiell umgehen können, mal ganz zu schweigen. Was Sie aber tun können, ist eine Anfrage zu stellen und für sich bewerten, ob sich eine Entscheidung für Sie heute schon rentieren würde. Und wenn sie dies tut, dann treffen Sie heute definitiv keine schlechte Entscheidung!

Fragen Sie daher gerne bei Interesse Ihre eigene Solaranlage über uns an. Unsere Partner und wir beraten Sie gern.

Welche Förderungen für Photovoltaikanlagen gibt es in meinem Bundesland?

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